Slowenen in der Zeit des Fin-de-siècle

In der Geschichte waren Slowenen für viele Jahrhunderte ein Teil von Österreichischer Monarchie, auch am Ende des neunzehnten Jahrhundert gehörte es zu Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. Die Slowenen haben im Südwesten vom Königreich Österreich gelebt. In dieser Zeit war das heutige Slowenien vor allem ein Agrarland. Da waren keine große Städte, nur  Görz und Triest, in dieser Zeit die größte slowenische Stadt, die eine wichtige Stadt für alle anderen Länder im Königreich präsentierte, denn hier gibt es noch jetzt einen Hafen, der  Mitteleuropa mit aller Welt verbindet. Nur wenige Slowenen haben in den Städten gelebt, vor allem lebten sie in den Dörfern und hier konnten nicht viele Personen schreiben oder lesen. Slowenische Sprache war keine offizielle Sprache, in den Schulen oder in den Ämtern sprachen sie nur Deutsch. Fin-de-siècle war aber auch die Zeit, als gelehrte Slowenen, vor allem Stadtbewohner, die slowenische Kultur und Sprache entwickeln wollten. Damals entwickelten sich slowenische Literatur und Kultur sehr schnell, auch einige wichtige Schriftsteller und Dichter waren am Ende dieses Jahrhunderts tätig, beispielsweise Ivan Cankar, der größte slowenische Schriftsteller, Maks Fabiani – der berühmte Architekt, Edward Rusjan – der Flugpionier, Simon Gregorčič – goriški (görzer) Nachtigall genannt und viele Andere. Fin-de-siècle bedeutet auch für uns Slowenen Entwicklung der Industrie. Viele Fabriken begannen zu funktionieren, also viele Leute bekamen die Arbeit und die Nummer der Bauern begann zu sinken. Auch Verkehrsinfrastruktur wurde entwickelt. In unsere Ortschaften kam die Eisenbahn, die uns eine bessere Verbindung mit anderen Orten ermöglichte, auch die Fahrt dauerte weniger Zeit. Für unsere Goriška Region war  die Wocheinerbahn (slowenisch: Bohinjska železnica) sehr wichtig, Das war ein Teil der Neuen Alpenbahn (italienisch: ferrovia Transalpina). Diese Bahn fängt in Jesenice an und verbindet noch heute Gorenjska Region mit Goriška durch Wocheiner Tunnel das ist der größte Bahntunnel in Slowenien. Dieser  Teil der Bahn verläuft am Fluss Soča, einem  wunderbaren Alpenfluss und führt durch viele schöne Orte wie  Most na Soči, Kanal ob Soči und Solkan, wo es unsere Touristentraktion – die Brücke mit größtem Steinbogen auf der Welt – gibt. Den größten (man sagt auch den schönsten Bahnhof) aus dem Jahr 1906 gibt es in unserer Heimatstadt Nova Gorica. Das ist eine neue Stadt, nur achtundsechzig Jahre alt, an der Grenze mit italienischer Stadt Görz (slowenisch: Gorica), die einmal auch eine slowenische Stadt war, aber 1945 gehörte diese Stadt Italien und Goriška Region blieb ohne Landeshauptstadt. Also auf der anderen Seite der Grenze wuchs eine neue Stadt Nova Gorica. Neben dem Bahnhof gibt es heute einen internationalen Platz namens Europaplatz, der symbolisch Görz mit Nova Gorica verbindet. Die Wocheinerbahn läuft weiter nach Sežana oder Ajdovščina und endet in Triest. Wocheinerbahn fährt uns durch wunderbare Natur und Orte, wo wir viele Sehenswürdigkeiten  sehen können, vor allem stammen sie vom Ende des 18. Jahrhunderts und Anfang des 19. Jahrhunderts.

Kristan Bergant